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Halle / Stars / Konzert

Konstantin Wecker

›Solo am Flügel – Live 2022!‹
Wecker macht Musik, die den Hörer nicht nur rühren, sondern auch rütteln soll. Weichmacher gibt es schon genug unter den jungen deutschen Poppoeten. Schön, dass der alte deutsche Poppoet Wecker als Mutmacher auffällt!

Konstantin Wecker ist ein empathischer Songwriter, kein gefühlsduseliger. Nun gibt es im Leben eines über 70-jährigen Musikers natürlich viele Dinge, die auch schief gelaufen sind. Von Wikipedia die Berufsbezeichnung Liedermacher verpasst zu bekommen, ist da sicher nicht das Schlimmste.
Was im Angloamerikanischen der Songwriter, ist der Liedermacher hierzulande aber noch lange nicht. Dem haftet eher der Charme des Barden an, der auf seiner Klampfe Rettet-die-Bienen-Lyrik vertont.

Konstantin Wecker hat nichts gegen die Rettung der Bienen, im Gegenteil. Das heißt aber noch lange nicht, dass er Bienenrettungslieder schreibt. Dafür seien die jungen Leute zuständig, findet der Münchner – und freut sich ehrlichen
Herzens, wenn in sein Songwriter-Seminar an der Uni Landau eine junge Gitarrenspielerin kommt und ein schlichtschönes Bienenlied mit bezaubernder Naivität vorträgt. Da dachte er sich, das sei eigentlich ein Fridays für Future-
Song. ›Nur wenn ich das Gleiche singen würde, würden die Leute wahrscheinlich sagen: Spinnt der jetzt?!‹
So einen Song könne halt nur eine 21-Jährige machen – und soll sie auch.
Wecker ist schließlich kein Zyniker, er ist Anarchist.
Im Ernst, weil er Anarchie nicht als Chaosstiften begreift, sondern als Widerstandsform. Als permanenten Akt wider den Gehorsam, den blinden Gehorsam. Der widerstrebt ihm auch künstlerisch. Malen nach Zahlen als Akustikübung – nicht sein Ding.
Als Freigeist, der sich dank Elternvorbild immer gegen erstarrte Weltbilder auflehnte, hat er natürlich alle möglichen Künste ausprobiert. Er hat gesungen, geschrieben und geschauspielert und dabei nie eine Nische unbesucht gelassen, wenn sie ihm denn einen Abstecher Wert schien. So geriet er auch mal in einen Sexfilm und schrieb in den Neunzigern eine Fußballhymne auf den TSV 1860 München, wo doch sein eignes Musik-Café direkt neben deren Stadion lag.

Viele der alten Lieder hätte er genauso vor einer Woche schreiben können, hat Wecker bei ihrer Auswahl für das aktuelle Programm erschreckenderweise festgestellt. Dazu zählt auch ›Sage Nein!‹, ein Widerstandslied gegen die
Menschenverachtung, das er vor zwei Jahrzehnten unter dem Eindruck brennender Ausländerheime schrieb – und das als Neuinterpretation des westafrikanischen Musikers und Germanistikstudenten Ezé Wendtoin jüngst millionenfach durch die Onlinewelt ging.

›Sage Nein!‹ symbolisiert die besondere Verbindung von Musik und Poesie, die Weckers Songs prägen und eben auch ihre aufwühlende Kraft und nie verblassende Zuversicht.

Hinweis: Die Veranstaltung findet unter Anwendung der 2-G-Regelung statt. (Nur Geimpfte und Genesene mit Nachweis) Für den Einlass benötigen Sie zudem Ihren Personalausweis.

Termine:
Do 21.04.2022 20:00 Uhr
Veranstalter:

Kulturetage gGmbH

Eintritt:

(inkl. Gebühren) VVK: PK1 56,50 € / PK2 49,50 €; AK: PK1 59,50 € / PK2 52,50 € / PK3 47,50 €

Pressebild ›
Bildnachweis: Dominik Beckmann

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