Soziokultur

Perspektivenwechsel 2012/13
Ein soziokulturelles Pionierprojekt der Kulturetage zum Thema Leben und Sterben

Mit diesem Projekt wurde es Jugendlichen ein Jahr lang ermöglicht, sich dem Thema Leben und Sterben über kulturelle Zugänge unbefangen anzunähern. Es wurden ihnen und ihrem pädagogischen Bezugssystem Möglichkeiten eröffnet, wie sie mit ihren Ängsten vor Trennung und Tod oder mit konkreten Trauersituationen in ihrem Umfeld umgehen können. Mit Mitteln des Theaters, der Kunst und der Musik konnten Jugendliche kreative und praktische Erfahrungen sammeln.
 
 Des weiteren wurde im Rahmen von ›Perspektivenwechsel‹ unter www.da-sein.de eine Online-Begleitungsplattform für trauernde Jugendliche initiiert, die aufgrund der hohen Nachfragen nun in Trägerschaft des Ambulanten Hospizdienstes Oldenburg weiterläuft.
     
 In Kooperation mit dem Palliativzentrum am Ev. Krankenhaus und dem Ambulanten Hospizdienst / Kinderhospizdienst.

Online-Projekt
www.da-sein.de

von Jugendlichen für Jugendliche im Kontext Sterben und Trauer
Ein weiteres Projekt im Rahmen von ›Perspektivenwechsel‹ ist der Aufbau einer Peer-Onlinebegleitung. Selten suchen Jugendliche von selbst in einer Trauer- oder Sterbesituation eine Beratungsstelle auf. Um Jugendliche besser zu erreichen, bedarf es spezifischer, jugendgemäßer, niedrigschwelliger Angebote. Online-Begleitung kann hier einen Raum eröffnen.
Unter Anleitung pädagogischer Fachkräfte wird seit Januar/Februar 2013 eine Gruppe ehrenamtlicher junger Erwachsener zu dem Thema geschult und auf die Online-Begleitung vorbereitet. Aufgabe der Peer-BeraterInnen wird die Begleitung Jugendlicher in Trauer- und / oder Sterbesituationen. Die Begleitungen finden über Mail-Kontakte statt. Um das Online-Projekt nachhaltig zu sichern, ist nach Ablauf des Projektes ›Perspektivenwechsel‹ eine Weiterführung und Übernahme durch den Ambulanten Hospizdienst Oldenburg geplant.

Das Projekt verfolgt zum einen das Ziel, ein auf Selbstbestimmung gerichtetes Unterstützungsangebot für junge Ratsuchende bereitzustellen und deren aktuelle Lebenssituation zu verbessern. Jugendliche sollen somit in einer schwierigen Lebenssituation, nämlich einer Sterbe- oder Trauersituation, begleitet werden, Unterstützung bei jugendalters- und gesellschaftlich bedingten Entwicklungsaufgaben erhalten und frühzeitig eine/n Ansprechpartner/in kontaktieren können. Des Weiteren werden junge Erwachsene aus Oldenburg in ihrer Sozialkompetenz geschult und erhalten ein Praxislernfeld (social learning).

Förderer des Projektes sind:
Stiftung Niedersachsen im Rahmen des Programms sozioK. Land Niedersachsen.
Fonds Soziokultur. Stadt Oldenburg.



Projektübersicht - Impressionen

Schulprojekt ›traurig-schön‹

Das Projekt, das am 1. Schulhalbjahr 2012/13 durchgeführt wurde, hat  Jugendlichen über einen primär künstlerischen Zugang ermöglicht, sich dem Thema unbefangen anzunähern.
In dem Projekt wurde mit SchülerInnen der 9. und 10. Klasse unterschiedlicher Schulformen (Liebfrauenschule, Oberschule Alexanderstraße, IGS Marschweg, Schule am Borchersweg sowie dem Außerschulischen Lernort der Stadt Oldenburg an der VHS) und ihren LehrerInnen geforscht und gearbeitet. Es wurden Möglichkeiten der Auseinandersetzung mit dem herausfordernden Thema entwickelt. Ausgangspunkt stellte das Stück "Sterbensschweigen" dar, das alle SchülerInnen als Kick-off-Veranstaltung im Theater k an der Kulturetage gesehen haben.

Die Künstler Markus Weiß (Theater) und Roger Döring (Musik), die beteiligten LehrerInnen sowie FachreferentInnen der kooperierenden Einrichtungen haben das Thema mit den Jugendlichen aus unterschiedlichen Perspektiven beleuchtet, auch Besuche von Klassen auf der Palliativstation oder dem Ambulanten Hospizdienst gehörten dazu.




						
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Das Projekt mündete nach dem 1. Schulhalbjahr am 20. Februar 2013 in eine öffentliche Präsentation. Ein kulturelles Rahmenprogramm mit Filmen, Musik- und Theaterveranstaltungen sowie einer Lesung zum Thema Sterben, Tod und Trauer, macht das Projekt von Februar bis Mai 2013 für eine breitere Öffentlichkeit zugänglich.

Veranstaltung mit Lutz van Dijk:
›Auf Leben und Tod. Wie in der Welt gestorben wird‹

Bei der Veranstaltung am 28. Mai im Ambulanten Hospizdienst berichtete Lutz van Dijk unter anderem von einem Projekt in Kapstadt, für das er arbeitet: HOKISA - Homes for Kids in South Africa.
Darüber gibt es hier mehr Informationen: www.hokisa.co.za

So wars mit Lutz van Dijk ...


›Sterbensschweigen‹ – Ein lebendiges Drama vom absehbaren Ende

Ein Theaterstück zum Leben und Sterben:
Herbert hatte Krebs, unheilbar, todbringend. Wie ging er, seine Familie, seine Umwelt mit dieser endlichen aber unendlich anmutenden Krankheit und Lebenssituation um? Zu Ende leben oder Leben beenden? Herbert stellt sich nicht nur diesen Fragen posthum erneut.

Weitere Informationen zum Stück hier

Filmreihe

Im Cine k der Kulturetage liefen im April 2013 vier Filme zum Thema Leben und Tod.

Brokenwings Nokan
Restless Restless
Stationspiraten Stationspiraten


Das Projektteam

Auf dem Foto (von links nach rechts): Lucia Loimayr-Wieland, Ambulanter Kinderhospizdienst; Renate Lohmann, Ambulanter Hospizdienst; Markus Weiß, Bernt Wach, Kulturetage; Christine Scheve, Palliativzentrum am Ev. Krankenhaus; Cordelia Wach, Kulturetage; Dr. Michael Schwarz-Eywill, Palliativzentrum am Ev. Krankenhaus; Hanna Schroeder, Kulturetage.
Foto: Jörg Hemmen.



Kooperationspartner:

Förderer:

 
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