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Halle / Voices / Konzert, Performance, Theater

Pussy Riot

Riot Days – Eine Geschichte von Protest & Widerstand
Ein feministisches Punk-Manifest & kraftvoll-anarchistisches Plädoyer für den Widerstand in einer rechtspopulistischen, nationalistischen Welt.
Erstmals auf Deutschland-Tournee im Januar 2018

Anfang 2017 entwarf das Pussy Riot-Gründungsmitglied, Maria Alyokhina, gemeinsam mit dem Musikproduzenten Alexander Cheparukhin, für Pussy Riot ein neues und großes Projekt: Riot Days.
Die entstandene Musik- und Theater-Performance basiert auf Alyokhinas gleichnamigem Buch ›Tage des Aufstands‹. Im Zentrum stehen die Erlebnisse der Frauen-Punk-Band Pussy Riot: ihre öffentlichen Auftritte und Protestaktionen, ihre Verhaftung und Lagerhaft. Die Performance ist konzipiert für vier Akteure, je zwei Frauen und Männer. Die Regie übernahm mit Yury Muravitsky einer der führenden russischen Theaterdirektoren.

›Riot Days‹ wird weltweit aufgeführt. Die Deutschlandpremiere fand im September 2017 im mit 1.000 Besuchern ausverkauften Frankfurter Mousonturm statt. Auf ihrer aktuellen, ersten Deutschland-Tournee im Januar 2018 gastieren Pussy Riot außerhalb der Oldenburger Kulturetage in Häusern wie der Hamburger Fabrik, dem Berliner SO 36 oder der Münchner Muffathalle. Weltweit tourt das Kollektiv von den USA bis nach Australien und spielt dabei in vollen Häusern.

Besetzung:
Maria Alekhina – Dramaturgie & Schauspiel
Kiryl Masheka – Gesang & Schauspiel
Nastya Awott – Gesang, Saxophon & Schauspiel
Maxim Awott – Keyboards, Schlagzeug & Schauspiel

Was ist Pussy Riot?
Pussy Riot ist ein russisches Protestkunst-Kollektiv mit Sitz in Moskau. Gegründet im März 2011, hatte es eine variable Mitgliedschaft von etwa 11 Frauen. Die Gruppe inszenierte nicht autorisierte provokative Guerilla-Punk-Rock-Aufführungen auf ungewöhnlichen öffentlichen Plätzen, die in Musikvideos umgesetzt und im Internet veröffentlicht wurden. Die lyrischen Themen des Kollektivs umfassten den Feminismus, die LGBT-Rechte, die Opposition gegen den russischen Präsidenten Wladimir Putin (den die Gruppe als Diktator betrachtet) sowie Putins Verbindungen zur Führung der russisch-orthodoxen Kirche.

Pussy Riot gewannen globale Berühmtheit, als fünf Mitglieder der Gruppe 2012 eine Aufführung in Moskaus Christus-Erlöser-Kathedrale inszenierten. Die Gruppenaktionen wurden vom orthodoxen Klerus als Gotteslästerung angesehen und schließlich von kirchlichen Sicherheitsbeamten gestoppt. Die Frauen sagten, dass ihr Protest auf die Unterstützung der orthodoxen Kirchenführer für Putin während seines Wahlkampfes gerichtet war.

Im März 2012 wurden drei der Gruppenmitglieder (Nadezhda Tolokonnikova, Maria Alyokhina und Jekaterina Samutsevich) verhaftet und mit dem Vorwurf des Hooliganismus belastet. Im August 2012 wurden die drei Mitglieder, die laut Gericht ›einzig durch Hooliganismus und Religionshass‹ motiviert seien, zu je zwei Jahren Gefängnis verurteilt. Im Oktober 2012 wurde nach einem Rechtsbehelf Frau Samutsevich auf Bewährung freigesprochen und ihr Urteil ausgesetzt. Die Strafsätze der beiden anderen Frauen wurden aufrechterhalten.

Der gesamte Prozess stieß nicht zuletzt im Westen auf große Aufmerksamkeit und Kritik. Der Fall wurde von Menschenrechtsgruppen angenommen, darunter Amnesty International, die die Frauen als ›Gewissensgefangene‹ bezeichneten. Nach 21 Monaten Haft wurden Tolokonnikova und Alyokhina im Dezember 2013 freigelassen, nachdem die Staatsduma (das russische Parlament) eine Amnestie genehmigt hatte. Nach ihrer Freilassung traten Tolokonnikova und Alyokhina und einige andere Mitglieder während der Olympischen Winterspiele in Sotschi als Pussy Riot auf, wo sie mit Peitschen und Pfefferspray von Kosaken angegriffen wurden, die als Wachleute eingesetzt wurden.

Pressestimme der Süddeutschen Zeitung:
›Auf der Bühne trägt Pussy Riot-Gründungsmitglied Aljokhina mit monotoner Stimme wie rasendem Tempo auf russisch Passagen aus ihrem Buch "Tage des Aufstands" vor. Eine englische Übersetzung läuft im Hintergrund. Es wummern Technobeats und Saxofonklänge. Die weiteren Performer tanzen, singen und spielen Instrumente, bilden den Chor oder übernehmen einen Satz in einem Dialog. Im Hintergrund laufen Videos von Pussy Riot-Aktionen, hinzu kommen eingeblendete Zeichnungen, Texte und Filme.  ...
Wir haben eine Stimme, wir haben die Wahl. Es gibt keine Freiheit, wenn man nicht täglich für sie kämpft! ruft Aljochina am Ende. ...
Pussy Riot haben alle Erwartungen erfüllt. Das Publikum war begeistert!‹
(Süddeutsche Zeitung)

Kritiken:

›Erwartungen in Russland - eine Art Witz‹ Vor fünf Jahren wurde die Russin Maria Aljochina mit Pussy Riot und ihrem Protest gegen Wladimir Putin weltberühmt. Im Interview erzählt sie, warum Widerstand essenziell und selbst mit Donald Trump nicht alles verloren ist. Frankfurter Rundschau

Video: Metropolis - Pussy Riot Theater, mit Kunst gegen das Regime Arte TV

Protestkollektiv Pussy Riot erstmals auf Deutschlandtournee SPEX Magazin

›Ich glaube nicht, dass Feminismus in Russland verstanden wird.‹ Sie stand für den Punk-Protest gegen Putin: Mascha Alechina hat ein Buch über ihre Gefängniszeit geschrieben. Hier spricht sie über die Frauenbewegung in Russland und was Trump und Putin gemein haben. Spiegel Online

›powerful and exhilarating... Alyokhina’s collaboration with music producer Alexander Cheparukhin and director Yury Muravitsky was full of fierce, rousing joy, free of scripted cues. The diminutive icon and her small band of live musicians delivered a poetic, razor-sharp and disarmingly witty version of her tome against a backdrop of archival footage and English subtitles that translated her spoken Russian narration. Alyokhina proved a formidable and surprisingly masculine voice against droning, electronic Euro-jazz. Riot Days was a generous document to defiance, a kinetic invitation to dissent. I left blazing with hope... Riot Days convinced me that gigs still have the power to move the masses‹ The Guardian

›This ragged mix of performance art, poetry and bone-crunching trash-can tunes is so bludgeoning at times that it’s tempting to disengage‹ The Times

Termine:
Mi 10.01.2018 20:00 Uhr
Verweise:

Facebook Pussy Riot

Veranstalter:

Kulturetage gGmbH

Eintritt:

(inkl. Gebühren VVK/AK) Sitzplatz: norm: 28 €/30 €; erm: 24 €/26 €

Medienpartner:
taz Logo AKTUELL

Pressebild ›
Bildnachweis: Denis Sinyakov

Pressebild ›
Bildnachweis: Sofeev

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